Reden Gottes 6

Diese Sache ist ein wenig Krass, aber ich will sie dennoch hier erzählen:

Vor vielen Jahren habe ich mal eine Frau kennen gelernt, die genau das von sich behauptete. Sie könne Gott manchmal zu sich reden hören – auditiv! Das hat mich schon merkwürdig berührt. Nachdem ich das dann zunächst als: na die ist aber mal komisch, abgetan habe, so nach dem Motto: Die Frau ist schon etwas senil – wurde ich mit der Zeit etwas nachdenklich. Diese Frau lebte auf beeindruckende Weise ihren Glauben an und ihre Beziehung zu Jesus. Ich war nie dabei, als sie die Stimme Gottes gehört hat, denke aber inzwischen, daß es so war – diese Frau hat auf andere Art das Reden Gottes gehört.

Advertisements

Reden Gottes 5

Wenn man betet, kann es sein, daß man vor seinem inneren Auge ein Bild oder einen Film ablaufen sieht. Es ist nicht wie in einem Traum, aber doch recht deutlich. Manchmal kann es auch sein, daß man einen Bibelvers in Erinnerung bekommt oder auch nur eine Textstelle – wie z.B. 1.Samuel 3,5. Bei dieser Art des Reden Gottes ist die Problematik oftmals die richtige Auslegung dessen was gesehen wurde. Solches Reden Gottes ist recht häufig und trotzdem ist es immer wieder spannend, mit solchem Reden Gottes umzugehen.

Bei einer Gebetszeit hat ein Beter eine Bibelstelle bekommen. 1. Könige 19,19. Er wußte nicht, was dort steht. Also schlugen die Mitbeter eine Bibel auf, dort stand: Und Elia ging von dort weg und fand Elisa, den Sohn Schafats, als er pflügte mit zwölf Jochen vor sich her, und er war selbst bei dem zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn.

Was der Beter nicht wußte war, daß einer der mit ihm betete sich mit der Frage herumschlug, ob er die Nachfolge eines bedeutenden geistlichen Leiters antreten sollte oder nicht. Nun ist diese Bibelstelle der Bericht, daß Eli den Elisa als einen Nachfolger beruft. Zudem hatte diese Person vor kurzem ein ähnliches Bild von jemanden zugesprochen bekommen, indem dieser einen Mantel umgelegt bekommt.

Reden Gottes 4

Daß Träume reden Gottes sein kann, begegnet uns in der Bibel an mehren Stellen. z.B. Josef der Mann der Maria träumt, daß er nach Ägypten ziehen soll. Aber nicht alle Träume sind Reden Gottes (genauso wenig, wie alle Not, alle Zeitungsartikel etc. das Reden Gottes sind). Wenn wir aufwachen und ein Traum bleibt in unserer Erinnerung, dann sollten wir ihn aufschreiben und dann auch im Gebet bewegen. Vielleicht auch mit einem Christen unseres Vertrauens besprechen. Dann werden wir erkennen, ob Gott geredet hat oder nicht.

Ein Mitarbeiter in einer Kirchengemeinde wird mehr oder weniger gezwungen für den Kirchengemeinderat zu kandidieren. In der Nacht der Wahl träumt er, daß er die drittmeisten Stimmen bekommen hat. Als er aufwacht ist er über den Traum etwas irritiert, und vergisst ihn wieder. Als er dann das Wahlbüro anruft um das Ergebnis zu erfahren trifft ihn ein kleiner Schock: er ist mit den drittmeisten Stimmen gewählt worden. Er realisiert, auch nachdem er mit einem erfahrenen Christen gesprochen hat, daß Gott zu ihm im Traum geredet hat – und ist sich im klaren darüber, daß Gott ihn mit ganzem Einsatz im Kirchengemeinderat haben will.

Reden Gottes 3

Wenn wir mit offenen Augen durch die Welt gehen, dann wird uns immer wieder Not und Leid begegnen. Und es ist klar, daß wir nicht alle Not und alles Leid lindern können. Doch wir sollten bereit sein, daß Gott uns zu Einzelnen schicken kann, um ihre Not und ihr Leid zu lindern. Die Gefahr ist doch, daß wir unsere Herzen verhärten, gegenüber der Not der Anderen – das sollten wir versuchen zu vermeiden.

Ein Schüler der selber mit dem wenigen Taschengeld auskommen muß, das er monatlich von seinen Eltern bekommt, sieht im Winter bei minus 10 Grad einen Obdachlosen in einer Telefonzelle stehen. Man sieht dem Mann an, daß er fertig ist, daß er friert, daß er ohne Hoffnung ist. Kurzentschlossen geht er zu dem Mann und gibt ihm ein Fünfmarkstück – kaufen sie sich was warmes und Gott sei mit Ihnen.

Der Schüler hatte nicht genug Geld um allen Obdachlosen was abzugeben. Das wäre auch nicht unbedingt gut und richtig gewesen. Aber er wurde von Gott berührt, diesem einen diese Fünf Mark zu geben und er hat es gewagt.

Reden Gottes 2

Das nächste Erlebnis scheint vielleicht etwas ungewöhnlich, ist es aber gar nicht, wenn man darüber nach denkt. Denn Gott ist es wichtig, was auf dieser Welt geschieht. Er ist besorgt um uns und seine andere Schöpfung. Wenn wir nun Zeitung lesen, dann kann es sein, daß wir merken: dieser Artikel löst etwas in mir aus: und dann schreibe ich einen Leserbrief dazu, oder bete für die Situation oder die Menschen um die es dort geht. Vor allem unsere Verantwortungsträger in Wirtschaft, Politik und Kirche brauchen ja unsere Gebete und auch das Mitteilen unserer Meinung! Oftmals werde ich nicht sicher wissen, ob es Gottes Reden war, das mich zum handeln bewegt hat, oder etwas von mir selber. Oft erkennen wir Gottes Reden erst im Rückblick! Wenn wir aber das was wir tun in der Haltung tun: Der Wille Gottes soll geschehen und die Menschen sollen etwas von Gottes Liebe erkennen, dann wird Gott daraus etwas Gutes machen.

In einer Konfirmandengruppe werden Gebetsanliegen gesammelt. Die Konfirmanden sind ziemlich bewegt davon, daß in den USA gerade wahllos Menschen einfach erschossen werden. Täglich kommen in den Nachrichten und den Zeitungen neue schlimme Berichte. Vielleicht können Sie sich noch daran erinnern. Die Gruppe beschließt dafür zu beten, daß die Schuldigen gefunden werden und das Morden aufhört. Tatsächlich werden die beiden Täter innerhalb der nächsten 24 Stunden gefasst!

Ich denke die Konfirmanden waren nicht die Einzigen, die dafür gebetet haben – es geht auch nicht darum, daß die Täter dann tatsächlich schnell gefasst wurden – es geht darum, daß die Konfirmanden sich haben bewegen lassen und bereit waren dafür im Gebet einzustehen.

Wir sind alle Menschen

Israelreport berichtet in der Ausgabe 1/2012 folgendes Ereignis:
Während des Sechs-Tage-Kriegs, wurde Miriam Jassin aus der palästinensischen Ortschaft Anin im Westjordanland, im Juni 1967 durch eine Granate schwer verwundet. Sie war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt. Hesi Eres war damals als Kommandeur niederen Ranges in der Region eingesetzt. „Als ich das Dorf erreichte, kam ein ortsansässiger Mann auf mich zu und bat um Hilfe. Er war traurig und verängstigt und sagte mir, dass seine Tochter sehr schwer verwundet worden war.“

Nach eigenen Angaben handelte Eres aus eigenem Antrieb ohne Abstimmung mit den Vorgesetzten, als er alles fallen ließ, um das Mädchen ins Krankenhaus zu bringen. Die ganze palästinensische Familie begleitete ihn zu einem Militärcheckpoint. Die Truppen wollten ihn anhalten. „Ich stieg schreiend aus dem Auto und forderte sie auf, die Straßensperre zu öffnen, weil das Mädchen medizinische Behandlung benötigte.“ Die Soldaten
hätten nachgegeben und sie passieren lassen. All die Jahre seit dem Sechstagekrieg gab es keinerlei Kontakt mehr zwischen dem Israeli und der Palästinenserin. Doch dies änderte sich.
Ein Journalist half dem 75-Jährigen, Jassin aufzuspüren. Sie hat neun Kinder und 26 Enkel und lebt immer noch an ihrem Heimatort. Die heute 60-Jährige hätte nicht gedacht, dass sie ihren Lebensretter wiedersehen würde. „Ich kann nicht vergessen, wie er mir während des Krieges geholfen hat“, sagte die Palästinenserin. „Er hat mich zum Leben zurückgebracht, als ich in einem kritischen Zustand war. Ich bin bereit, mein Leben für ihn zu opfern. Ich erzähle meinen Kindern immer, wie ich verletzt wurde, und von dem jüdischen Mann, der mich gerettet hat. Es wurde Zeit, dass sie ihn von Nahem treffen.“
Die Frau bekundete Dankbarkeit gegenüber ihrem „Helden“ und fügte hinzu: „Menschen wie ihn findet man selten.“ Sie hoffe auf eine bessere Zukunft für Israelis und Palästinenser: „Sie könnten koexistieren, ohne Töten. Unser Heim ist für Eres‘ Familie immer offen. Ich werde ihn niemals vergessen.“
Der Israeli entgegnete bescheiden: „Ich bin froh, dass ich die Frau sehen konnte, die ich gerettet habe. Was ich tat, war menschlich. Letzten Endes sind wir alle Menschen!

Reden Gottes 1

Dass Gott durch die Bibel redet, ist für viele Christen selbstverständlich. Eine Geschichte, wie sich das wirklich und praktisch ereignet, soll hier erzählt werden.

Ein junger Mann frisch verheiratet, bemerkt, daß sein Frau sich in einen Anderen verliebt hat und dabei ist, ihn zu verlassen. Er liest in der Bibel den Vers: Jes.42,3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Und er erkennt darin das Reden Gottes, daß die Ehe noch nicht verloren ist. Ja er entdeckt sogar die Verheißung, daß Gott die Ehe wieder herstellen wird. Der junge Mann hat sich daran festgehalten, immer wieder diesen Vers in Erinnerung gerufen und gebetet – bis die Ehe wieder hergestellt war.